Fotografisch erstellte Teilbilder (5/6)
Bearbeitung der elektronischen Bilddaten
Bild der linken Kamera: Der linke Bildrand wird entweder gar nicht oder nach Gutdünken um wenige Zentimeter beschnitten. Mit dem Programm "MGI Photo Suite II" gelingt dies problemlos. Gesucht wird sodann auf dem Bild ein zentraler Punkt, dessen Abstand zum linken Bildrand mit einem kleinen Maßstab genau gemessen und festgehalten wird. Die klar erkennbare Pupillenmitte von einem Auge wäre ein solch ausgezeichneter Punkt. Beschnitten wird danach auch der rechte Bildrand, worin man eine gewisse Freiheit hat. Ebenso festzuhalten ist der genaue Wert der verbleibenden Gesamtbreite des Bildes der linken Kamera. Abgespeichert wird schließlich, was sich nach dem Beschneidungsvorgang optisch darstellt. Bild der rechten Kamera: Am zentralen Punkt wird der Nullpunkt des kleinen Maßstabes angelegt. Um auch dieses Bild in der erforderlichen Weise zu beschneiden, ist es hier beim Bild der rechten Kamera geboten, den Abstand vom zentralen Punkt zum linken Bildrand gegenüber den Verhältnissen auf dem Bild der linken Kamera zu verkürzen. Diese Abstandsverkürzung betrifft den dreidimensional wahrnehmbaren Umraum. Das eigentliche Raumobjekt findet darin seinen Platz. Gemessen wird wieder mit dem kleinen Maßstab, und es wird festgelegt, um wieviel verkürzt werden soll. Solcherart Veränderung hat ihre stereoskopischen Auswirkungen. Je mehr man verkürzt, desto stärker hebt sich die fotografierte Person von ihrem virtuellen Hintergrund ab. Harmonisch wirkt die Raumbilderscheinung, solange sich dieses Verkürzen in Grenzen hält. Übermaß verzerrt. Wo die beschnittenen Bilder ungleich breit sind, bildet sich im virtuellen Raumbild eine schräg stehende Konfiguration aus, die den Eindruck der Tiefe positiv bereichern kann.
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