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Gestaltung der Teilbilder am Farbmonitor (3/3)
Das umgestaltete Teilbild für das freie Gegenauge wird, sofern man sich nicht mit maximaler Größe des Monitorbildes begnügen will, im Format DIN A4 oder DIN A3 ausgedruckt und für die stereoskopische Betrachtung an die Wand gehängt. Bei sehr gelungener Teilbildgestaltung ist es durchaus naheliegend, die Computerdaten eines solchen Wandbildes in ein großformatiges Foto umzuwandeln. Falls nötig, wird einem weitsichtigen Auge, das darauf blickt, eine Fernseh- oder Fernbrille vorgesetzt. Je näher und größer ein solches Bild, desto imposanter ist das Raumerlebnis, besonders wenn das andere Teilbild weniger verkleinert werden muß. Schließlich lassen sich Teilbildpaare, die wir mit Hilfe des Winkelstereoskopes gestalten, in Dias überführen und nach dem Polarisationsverfahren auf eine große Leinwand im Saal projizieren.

Man hat anders vorzugehen, wenn das ursrpüngliche Teilbild gar nicht bearbeitet werden darf. Das ist beispielsweise der Fall, wo für ein handgemaltes Ölbild ein Fusionspartner erstellt werden soll. Zunächst wird das digitalisierte Ölbild abgespeichert und am Farbmonitor geöffnet. Der verkleinerte Ausdruck wird diesmal links neben der Trennwand angeordnet. Das große Monitorbild wird jetzt vom rechten Auge erfaßt. Es gibt spezielle Grafikprogramme, womit es bei einem digitalisierten Bild möglich ist, eng begrenzte Bildelemente nach links oder rechts zu verschieben. Am Ende wird nun das bearbeitete Teilbild verkleinert und rechts neben der Trennwand dargeboten, während das linke Auge an der Trennwand vorbei auf das unbearbeitete Originalbild blickt.

Experimentierendes Gestalten dieser Art verschafft uns nicht allein eindrucksvolle Raumbilderlebnisse. Was wir tun, erweist sich auch als Vorgehen, das uns gesetzmäßige Zusammenhänge der stereoskopischen Wahrnehmung einsichtig macht. Insofern ergibt sich für uns zugleich ein Forschungsinteresse.
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