Phänomenologie und Analyse virtueller Raumgebilde (4/17)
Ein Objekt mag sich sogar in beide Teilräume hinein erstrecken. Dann ist jedoch nicht das ganze Objekt direkter Messung zugänglich. Gemessen werden kann also jeweils nur der virtuelle Abstand eines Objektpunktes zur stereoskopischen Teilungsebene, sofern er davor liegt. Meßbar sind außerdem die geraden Erstreckungen eines Objektes. Mit solcher Hilfe können wir ja, um das als Anwendung hervorzuheben, auf ganze einfache Art Anaglyphen zeichnen, die im Raumbild als stehende Strichmännchen erscheinen (Handstandbeispiel C-005 und Geißler, Kurt Franz: Virtuelle Strichmännchen, die auf dem Tisch stehen. 3-D-Zeichenspaß mit ernstem Hintersinn. Selbstverlag Weingarten/Baden, 1999). Geometrische Körper sind genausogut konstruierbar (Geißler, Kurt Franz: 3-D-Raumobjekte und herauslösbare Teilstrukturen. Selbstverlag Weingarten/Baden, 1999). Unter der Gegenfarbenbrille ergeben sich stabile Meßwerte. Am Winkelstereoskop mit dem höheren Reizniveau der Teilbilder und ausgeprägteren Helligkeits- und Farbdifferenzen sind die Werte allerdings etwas flüchtiger. Reine Strichfiguren sind indessen besser zu fassen als Farbflächen, an die das durchsichtige Lineal allenfalls am Rande angelegt werden kann. weiter