Wie also können zusätzlich wirksame Determinanten das Raumbild modifizieren, wenn durch Querdisparation eine kleinere Farbfläche hinter einer größeren Farbfläche (d. h. der im realen Teilbild umgebenden Fläche) plaziert wird?
1. Die größere Farbfläche gewährt wie eine Scheibe oder ein raumfüllender Farbnebel die Durchsicht auf eine kleinere Farbfläche dahinter, während diese eigenständig bleibt (V-002, V-004).
2. Die kleinere Farbfläche verliert ihre Eigenständigkeit und bildet mit der größeren Farbfläche eine umfassendere Einheit, einen Hohlkörper (U-001, U-002). An der Grenze zur kleineren Fläche gleicht sich das benachbarte Areal der größeren Fläche hinsichtlich der Raumtiefe an. Bei eckigen Teilbildflächen entstehen im Raumbild verbindende Kanten, ohne eingezeichnet zu sein
(U-005 bis U-009,
V-001, V-003). Eine runde Fläche hat, sofern ein Bogenstück dahinter, die Tendenz, sich konkav zu wölben (S-001 bis S-003).
Wie prägt sich das Raumbild aus, wenn durch Querdisparation eine kleinere Farbfläche vor die größere Farbfläche gestellt wird?
1. Die kleinere Farbfläche schwebt gewissermaßen in der Luft über der größeren Farbfläche und behauptet sich eigenständig
(T-004).
2. Kleinere und größere Farbfläche schließen sich zur umfassenderen Einheit zusammen. An der Grenze der kleineren Fläche paßt sich die Raumtiefe der größeren Fläche vollkommen an. Runde Teilbildflächen sieht man im Raumbild als Kegelstumpf
(T-001, T-002). Eckige Flächen, die durch anschaulich gegebene, aber nicht objektiv vorhandene Kanten miteinander verbunden sind, werden sehr plastisch als Pyramidenstumpf (T-005,
T-006) oder als unregelmäßiger Klotz
(T-008) gesehen. Wenn nun im virtuellen Raumbild ein schmales Bogenstück davor gestellt wird, wölbt sich die runde Fläche konvex nach vorn
(S-004 bis S-006).
weiter