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Das Winkelstereoskop (1/2)
Interessante Raumbilder erzeugen wir mit dem Winkelstereoskop und eigens dafür gestalteter    3-D-Vorlagen. Schon beim Gestalten der benötigten Teilbilder spielt dieses Winkelstereoskop eine wichtige Rolle. Mit ihm kann nämlich jeder einzelne Schritt der Bildbearbeitung daraufhin überprüft werden, ob der erwünschte Raumeffekt eintritt. Mißlungenes ist sofort korrigierbar.

Das Winkelstereoskop besteht aus einem rechtwinkligen Profil. In seiner Anwendung wird es in der Weise vor das Augenpaar geführt, daß ein Auge auf ein eingelegtes Teilbild kleineren Formates, das andere Auge im weiteren Abstand auf das vergrößerte Bild des Fusionspartners am Farbmonitor blicken kann. Der eine Profilschenkel bildet eine senkrechte Trennwand, die verhindert, daß ein und dasselbe Auge zugleich beide Teilbilder erfaßt. Eine verstellbare Linsenoptik sorgt für scharfe Abbildung des näheren Teilbildes auf der Netzhaut. Dem Bildträger, auf dem das verkleinerte Teilbild je nach Expositionsseite ganz nach links oder rechts gerückt wird, dient der zweite Profilschenkel als Auflagefläche. Wenn eine solche Vorlage rechts neben der Trennwand angeordnet ist, schaut das rechte Auge durch die Linse. In heller Umgebung fällt über die offenen Flanken des Profils genügend Licht ein. In dunklem Raum sorgt dafür eine separate Lampe. Der Betrachter überzeugt sich zuerst einäugig, welche Linsenposition für ihn am günstigsten ist. Fehlsichtige Personen überprüfen das mit aufgesetzter Brille. Beim stereoskopischen Betrachten erscheint das kleine Teilbild wie eine Flachbildprojektion auf entfernterer Fläche des Monitors, worauf sich das vergrößerte Bild des Fusionspartners befindet. Einzuhalten ist der richtige Abstand zum Monitor, bei dem das projizierte Teilbild dortigem Teilbild größenmäßig angeglichen wird. Zusammengeführte Teilbilder fusionieren, und virtuelle Räumlichkeit entsteht. weiter
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