Das Winkelstereoskop (2/2)
Innerhalb gewisser Grenzen steht es uns frei, das Winkelstereoskop verschieden auszugestalten. Den Vorzug geben wir hier einem Gerät sparsamer Abmessungen: Die Auflagefläche für den Bildträger mit dem verkleinerten Teilbild ist 10,7 cm lang und ebenso breit. Je nachdem, wie die seitlichen Führungsschlitze für die Aufnahme von Bildträgern im Format DIN A7 (10,5 cm - 7,4 cm) anzubringen sind, muß man die Fläche um wenige Millimeter verlängern. Dem entspricht das Längenmaß des anderen Profilschenkels, der die Trennwand bildet. Diese ist 8,0 cm breit. Die optische Linse mit einem Durchmesser von 4 cm ist an einem der Trennwand angepaßten Schieber befestigt. In Laufschienen beiderseits kann mit ihm der Abstand der Optik zum Bild kontinuierlich verändert werden. Bei vorgegebener Höhe der unbeweglichen Trennwand richtet sich die Lupenstärke danach, ob der Normalseher damit in der Lage ist, Dargebotenes auf der Netzhaut scharf abzubilden. Korrigierte Fehlsichtigkeit erfordert vielfach noch eine Trennwandverlängerung mittels Schieber. Das Betrachtungsgerät läßt sich im freien Randbereich der Auflagefläche gut anfassen und mit einer Hand vor das Auge bringen. Die zur Herstellung benutzten Materialen (Kunststoff, Hartschaumplatten) sind 0,2 cm und 0,3 cm stark und haben annähernd den gleichen Farbton. Sofern beim Nachbau ein Winkelprofil der erforderlichen Schenkelmaße nicht von vornherein verfügbar ist, verklebt man einfach entsprechend große Flächenstücke aufbauend mit einer kleinen Profilleiste. Weißer Karton (0,2 cm stark) eignet sich als Ersatzmaterial. Für die Ausstattung mit einer stufenlos variierbaren Sonderbeleuchtung ist es zweckdienlich, das Betrachtungsgerät anders zu dimensionieren. Eventuell muß die Auflagefläche für die Aufnahme von Bildträgern des Formates DIN A5 oder DIN A6 hergerichtet werden.